VEREINSGESCHICHTE

 

1968 als AG 4/32 "Friedrich Fröbel" des DMV der DDR gegründet, wursteln wir heute als "EISENBAHNCLUB BAD FRANKENHAUSEN e.V." in der Gegend herum. Diese am 16.10.1991 durchgeführte Gründungsversammlung war im Zuge der "Wendezeit" notwendig geworden, wobei gleichzeitig die alte AG mit Namen aufgelöst wurde. Wie jeder e.V., mußten auch wir eine Satzung mit den wichtigsten gesetzlichen Regelungen erarbeiten. Für Interessenten stellen wir diese hier zur Einsicht zur Verfügung. Schließlich will man ja wissen, worauf man sich bei einer beabsichtigten Mitgliedschaft einläßt.

Zur damaligen Zeit bzw. im gesamten bisherigen Zeitraum war der Verein nie mit großen Mitgliederzahlen bestückt. Dies geht auch aus dem mir vorliegenden "Brigadebuch" anläßlich des 15-jährigen Bestehens der AG hervor. Darin hieß es beispielsweise 1983 "..... daß trotz seiner geringen Mitgliederzahl vor allem in den letzten Jahren beachtliche Aktivitäten entwickelt hat, .....". Ja, das waren noch Zeiten!

Während die Vereinsarbeit früher starker Planung und Kontrolle unterworfen war, läuft heute bei uns alles mehr oder weniger langsam dahin. Einerseits ist es gut, denn es soll ja eine Freizeitgestaltung sein und kein Arbeitsverhältnis. Andererseits, ohne Zielstellung und "abrechenbare" Ergebnisse ist es auch nicht das Richtige. Irgendwo will man doch voller Stolz auf Erreichtes blicken und verweisen können. Letztendlich macht es auch Spaß, anderen seine Arbeiten zu zeigen und bei dabei entstehenden Gesprächen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Wenn dann dabei noch Erfahrungen ausgetauscht werden, ist doch ein wesentlicher Zweck erfüllt.

1997 drohte für uns das Aus. Als die DB Bahnhöfe inspizierte, wurden wir "entdeckt". Bisher in einem Bahnhofsraum von Bad Frankenhausen kostenfrei tätig gewesen, stand nun plötzlich Miete zur Debatte. Nach den Vorstellungen der DB konnten wir diese in der geforderten Höhe nicht aufbringen. Ein Verlassen der Räumlichkeiten war unvermeidbar. Zufällig und durch Hilfe einer Persönlichkeit der Stadtverwaltung von Bad Frankenhausen erfuhren wir von einem freien Raum, in welchen wir einziehen könnten. Ein akzeptables Angebot des verantwortlichen Leiters dieser Einrichtung machte dies glücklicherweise möglich. Und so kamen wir im Keller des Badehauses unter. Wau, was für ein riesiger Raum und gerade richtig für unsere große TT-Anlage.

Früher sind wir mit unseren Vereins- und teilweise privaten Anlagen bei Ausstellungen gewesen. Dies soll nicht mehr sein, vorerst jedenfalls. Statt dessen haben wir unsere jetzige Unterkunft so eingerichtet, daß im Bedarfsfall dort alles zur Schau gestellt werden kann. In diesem Zusammenhang trennten wir uns von der bestehenden HO-Großanlage und konzentrieren unsere Arbeit auf die Vereinsanlage mit der Spurweite von 12 mm.

Mit heute 8 Mitgliedern strotzen wir nur so von geistigem und körperlichem Potential, andere wären froh, wenn sie so wenig wären. *lach*

Mit den Aktivitäten hat es nachgelassen, nicht aber an dem unerschütterlichen Willen einiger weniger, etwas auf die Beine zu stellen. So treffen wir uns 1x pro Woche, meist mittwochs ab etwa 16 Uhr bis zum Ende. Dies beläuft sich im Durchschnitt auf etwa 21 Uhr, wobei es nach oben kein Limit gibt. Keine Einschränkungen gibt es auch, wenn ein zusätzlicher oder anderer Tag zum Plausch gewählt werden soll.

Wir haben auch Kontakte zu befreundeten AG's in Apolda und Artern. Letztere liegt 15 km entfernt und ist schnell mal zu erreichen. Ich kann nur sagen, da wird gebastelt wie verrückt. Diese AG ist mit reichlich Mitgliedern bestückt und lebt sowohl von deren Aktivitäten als auch von mehreren organisierten Ausstellungen.
Vor einiger Zeit hat sich der Verein geteilt - das Los sicher mancher Vereine mit vielen aktiven Mitgliedern. Alle unter einen Hut zu bringen ist nun mal schwierig und da trifft das Sprichwort zu: "allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann".

Wegen Umbauarbeiten im Gelände unseres Unterschlupfes ab Mai 2001, mußten wir umziehen. Wer so etwas schon einmal mitgemacht hat, kennt die erforderlichen Arbeiten - zerlegen, vernichten, verpacken, beschriften (man will ja alles wiederfinden) und wieder einräumen. Glücklicherweise befinden sich die Ausweichräume im gleichen Grundstück.

Während der geplanten 2-jährigen Umbau- bzw. Renovierungsmaßnahme muß es aber in den neuen Räumen trotzdem weitergehen - dachten wir. Fakt ist nur, unser Plan, eine neue N-Anlage nach alten Vorlagen zu bauen entfällt. Der Grund - bitte nicht lachen - das rohe Brett ging gerade so die Treppe runter und durch die Tür.

Endlich ist die langersehnte Schlüsselübergabe für die neuen Räumlichkeiten erfolgt. Jedoch galt es, einige Renovierungsarbeiten durchzuführen.
Wenn dies in der Zwischenzeit auch schon wieder Geschichte ist - wie Sie weiter unten lesen können -, gibt es momentan den Einblick der damaligen Arbeiten bis zum Einzug noch. Am 11.06.03 waren wir das erste Mal zu Gange und gingen auch gleich richtig an die Renovierung ran - denn etwas muß man die Räumlichkeiten schon herrichten.
Jedenfalls freut sich garantiert auch die liebe Frau unseres Vereinsvorsitzenden, denn die Groß-TT-Anlage ist dort im Keller einquartiert - worden, zum leichten Mißfallen.

Nachdem oben erwähnte TT-Anlage wieder in den Verein umgelagert wurde - diesmal sehr zur Freude der Vorsitzendengattin *;-))* - haben wir uns von dieser getrennt. Zu groß, veraltet und zu viel geflickt. Was an Material wieder verwendet werden kann, wurde natürlich genommen. Bei dieser Spurweite wird vorerst Modulbauweise angewandt werden.

Dies bedeutet auch, daß wir in Bezug auf vorhandene bzw. nutzbare Anlagen wieder fast bei "0" anfangen.

Der Großteil war im Urlaub und so wurde die Zeit genutzt um am 11.09.03 tränenden Auges mit den ersten Abrißarbeiten zu beginnen. Einen letzen Eindruck davon kann man sich noch einmal hier reinziehen, denn TT-Großanlage ist Geschichte.

Leider ging die ganze Einrichterei nur schleppend voran und damalige Äußerungen, daß wir mit etwas Glück Weihnachten unsere Wiedereröffnung bekanntgeben können, bewahrheiteten sich nicht ! Nein, es wurde sogar noch später !!!

Zwischenzeitliche Kritik zum Elan scheint geholfen zu haben, plötzlich gab es große Fortschritte. Per 12.11.03 war der Großteil des eingelagerten Materials in die neuen Räume umverlagert und teilweise schon eingeräumt. Ein Raum (Aufenthaltsraum) ist eingerichtet und nun ging es noch an die Gestaltung des Hauptraumes (Arbeitsraum) wo die Anlagen stehen.

Ein denkwürdiger Tag. 13. März 2004, endlich unsere offizielle Wiedereröffnung in Form eines Tages der offenen Tür.

Die Besichtigungsmöglichkeit und Nutzung rollenden Materials wird durch die sich in der Reha befindlichen Kinder dankbar angenommen.

Leider erwischte es uns Anfang März 2007 ziemlich kalt. Wir erfuhren, daß wir erneut umziehen müssen. Das Gebäude wurde vermietet und der neue Mieter erhebt zurecht Anspruch auf die von uns in Beschlag genommenen Kellerräume. Mal sehen, was nun aus uns wird. Die Kurbeln drehen sich schon. Hauptsache wäre, daß nicht alles Hals über Kopf gehen muß - was aber doch passiert ist.

Wir waren nun in einer Zwickmühle. Unsere neuen Vereinsräume waren gleichzeitig die alten Lagerräume des neuen Mieters unserer bisherigen Unterkunft. Ja, ist etwas verzwicktes deutsch, aber nach mehrmaligem Lesen doch verständlich, oder?

Im August dann endlich war unser zukünftiges Domiziel freigeräumt und wir konnten Pläne machen. Vom Modelleschieben im Maßstab 1:10 bis hin zu Materialbesorgungen lief die Maschinerie nun auf Hochtouren, was sich aber als mühselig herausstellte. So einfach bekommt man nämlich als Verein keine Unterstützung mehr von Geschäftsleuten aus der gleichen Stadt! Aber da hat man nicht mit der Hartnäckigkeit eines außerhalb wohnenden Vereinsmitgliedes gerechnet. So haben sich die etwa 10 Fahrten ins 10 Km entfernte Bad Frankenhausen doch gelohnt - wenn auch der Organisator auf den Spritkosten sitzenbleibt . Das aber nennt man dann "voller Einsatz" für das Wohl des Volkes.
Am 10.09.07 wurden die ersten Bilder gemacht und nach der Gerüstaufstellung begannen am 22.09.07 die ersten Arbeiten. Den Fortgang bis zum Ende kann man hier einsehen.
Nach mehrmaligem Verschieben der offiziellen Einweihung erfolgte diese schließlich am Samstag, den 24.05.08 mit einem Tag der offenen Tür.

Wer nun berechtigt erwartet, daß wir anläßlich unseres eigentlich 40-jährigen Bestehens eine "Sonderveranstaltung" vorzuweisen haben, den müssen wir enttäuschen. Zum einen gab es innerhalb des Vereines keinen jeglichen Gedanken und zum anderen hatten wir mit unserem Umzug voll zu tun. Dazu kam noch die kleine Ausstellung im Rathaus, anläßlich des Lichterfestes unserer Stadt.

 

Nachdem wir nun mehrmals daraufhin angesprochen wurden, sind wir dem Kundenwunsche nachgekommen und sind nun auch mit einem Objektbriefkasten vertreten. Dieser 3 KB ist zu finden über den Parkplatz der Kinder-Reha-Klinik Ecke Minna-Hankel-Straße/An der Wipper. Wer also die Einfahrt reingeht und gerade auf den Nußbaum zusteuert, findet diesen dahinter an der Hauswand neben dem Durchgang. Die Leerung erfolgt 1x wöchentlich zum Clubtreffen.
Ob aber Briefpost ankommen würde, wäre auszuprobieren. So könnte eine straßenmäßig postalische Anschrift auch lauten: An der Wipper 13, Hintereingang.
Wenn man aber den o.g. Standort über den Parkplatz beschreibt, klappt es bestimmt auch.

 


 

Hoher Besuch im Bahnhof von Bad Frankenhausen - 09.05.1992

Ein Sahnestückchen vor Ort als jpg (42kB)

und seit Frühjahr 2003 Geschichte, abgestellt wegen Fristenablaufes und fehlender Gelder.

Weitere Infos zum Zug hier im www.

ABER,
selbst wenn der VT wieder laufen sollte, dieses Bild wird sich nicht wiederholen. Am 31.10.2004 fuhr um 20.15 Uhr definitiv der letzte Zug von Rottleben nach Bad Frankenhausen. Damit ist die Streckenstillegung Sondershausen-Bretleben vorerst ebenfalls Geschichte - so hieß es bisher.

Aber siehe hier für die Infos zur letzten Fahrt und der Realität.